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CPT (Cone Penetration Test) in Neubrandenburg – Drucksondierung nach DIN EN ISO 22476-1

Wenn der 20-Tonnen-LKW mit der integrierten Raupensonde auf dem Baufeld in Neubrandenburg einfährt, geht es nicht um Kraft, sondern um Präzision. Die kegelförmige Spitze mit 10 cm² Mantelfläche und 60-Grad-Öffnungswinkel wird mit konstant 2 cm/s in den Untergrund gedrückt – ein Vorgang, der lückenlose Daten über Spitzendruck qc und Mantelreibung fs liefert. In der Endmoränenlandschaft um den Tollensesee sind diese Kennwerte entscheidend, denn der Untergrund wechselt hier oft innerhalb weniger Meter zwischen sandigen Kuppen und bindigen Senken.
Wir setzen in Neubrandenburg eine elektrische 20-Tonnen-CPT-Raupe mit kontinuierlicher Datenaufzeichnung ein. Jeder Zentimeter Eindringtiefe wird digital erfasst und direkt auf dem mitgeführten Laptop visualisiert. Für Projekte mit tieferreichenden Fragestellungen kombinieren wir die Drucksondierung mit einer SPT-Bohrung, um Bodenproben fürs Labor zu gewinnen und die Sondierergebnisse zu kalibrieren.

Der CPT liefert in Neubrandenburgs heterogenen Quartärablagerungen ein lückenloses Bild der Baugrundschichtung – ohne Probeentnahme, aber mit hoher Aussagekraft für Setzungsberechnungen.

Unser Ansatz

Die quartären Ablagerungen, die das Stadtgebiet Neubrandenburgs prägen, bestehen überwiegend aus Geschiebemergel und glazifluviatilen Sanden der Weichsel-Kaltzeit. Diese heterogene Schichtenfolge erfordert ein Sondierverfahren, das schon feinste Übergänge zwischen rolligen und bindigen Lagen aufspürt. Der CPT erfasst über das gemessene Porenwasserdruckverhalten (u2) genau diese Wechsel und liefert abgeleitete Parameter wie den Reibungswinkel φ' für Sande oder die undränierte Scherfestigkeit cu für bindige Schichten.
Die Auswertung erfolgt nach DIN 4094 und ermöglicht eine direkte Klassifizierung des Bodenverhaltens über das Robertson-Diagramm. Für großflächige Verkehrswegebauten östlich der Innenstadt haben wir das CPT-Verfahren bereits mehrfach mit dem Plattendruckversuch kombiniert, um das Verformungsverhalten in verschiedenen Tiefenlagen zu korrelieren. Die Sondiergeschwindigkeit von 2 cm/s ±10 % wird während der gesamten Messfahrt automatisch geregelt – ein Qualitätsmerkmal, das nur moderne elektrische Sonden bieten.
CPT (Cone Penetration Test) in Neubrandenburg – Drucksondierung nach DIN EN ISO 22476-1

Lokaler geotechnischer Kontext

Die Topografie Neubrandenburgs mit dem tief eingeschnittenen Tollensesee-Becken und den umliegenden Hochflächen schafft ein Baugrundrisiko, das ohne CPT-Sondierung oft unterschätzt wird. An den Hängen des Seebeckens treten Hangwasserzüge auf, die in sandigen Zwischenlagen zu temporärem Porenwasserüberdruck führen – ein Effekt, der sich im u2-Messkanal der CPT-Sonde sofort abzeichnet. Wird dieser Hinweis ignoriert, drohen bei Aushubarbeiten plötzliche Böschungsrutschungen.
Ein zweites, lokaltypisches Risiko sind die Geschiebemergelhorizonte mit eingelagerten Findlingen. Trifft die Sondenspitze auf einen Block, steigt der Spitzendruck sprunghaft an – das System erkennt dies und verhindert eine Überlastung. Bauherren, die auf den CPT verzichten, riskieren Fehlinterpretationen des Baugrunds, die sich später in unerwarteten Setzungsdifferenzen und Streitigkeiten mit dem Tragwerksplaner niederschlagen.

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Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22476-1:2014 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 1: Drucksondierungen, DIN 4094 – Baugrund – Felduntersuchungen – Drucksondierungen, DIN 1054:2021 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau

Verwandte Dienstleistungen

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Standard-CPT mit qc und fs

Drucksondierung mit Messung von Spitzendruck und Mantelreibung. Ideal für die Schichtabgrenzung und erste Tragfähigkeitsbewertung auf Grundstücken in Neubrandenburg.

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Piezocone-CPTu mit Porenwasserdruck

Erweiterte Sondierung mit zusätzlichem u2-Sensor. Notwendig für genaue Setzungsprognosen in bindigen Böden und zur Erkennung von Schichtwasserhorizonten, wie sie am Tollensesee verbreitet auftreten.

03

CPT für Pfahlbemessung

Sondierung speziell für die direkte Ableitung von Pfahlmantelreibung und Spitzendruck nach dem CPT-basierten Bemessungsverfahren gemäß EA-Pfähle – praxisbewährt bei Neubauten auf weichen Seesedimenten.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
SondierverfahrenCPT (Cone Penetration Test) elektrisch
Normative GrundlageDIN EN ISO 22476-1:2014, DIN 4094
Maximale Sondiertiefe in NeubrandenburgBis 30 m (je nach Untergrundwiderstand)
MessgrößenSpitzendruck qc, Mantelreibung fs, Porenwasserdruck u2
KegelspezifikationQuerschnittsfläche 10 cm², Spitzenwinkel 60°
DatenerfassungKontinuierlich, alle 10 mm
EinsatzbereicheTragfähigkeitsbewertung, Setzungsberechnung, Pfahlbemessung

Häufige Fragen

Welche Tiefe erreicht eine CPT-Sondierung in Neubrandenburg?

Die erreichbare Tiefe hängt vom Untergrundwiderstand ab. In den sandigen Kuppen der Endmoräne erreichen wir mit unserer 20-Tonnen-Raupe regelmäßig 25 bis 30 Meter. In den bindigen, weicheren Sedimenten der Niederungen nahe dem Tollensesee ist die Sondierung meist bei 20 Metern abgeschlossen, da der Spitzendruck dann die Gerätekapazität noch nicht ausreizt. Sobald wir auf Geschiebemergel mit hoher Lagerungsdichte oder Findlinge stoßen, wird der Sondiervorgang automatisch gestoppt, um die Spitze zu schützen.

Was kostet eine CPT-Sondierung in Neubrandenburg?

Für eine Drucksondierung in Neubrandenburg liegen die Kosten üblicherweise zwischen €150 und €200 pro laufendem Sondiermeter, abhängig von der erforderlichen Tiefe und der gewählten Messkonfiguration (CPT oder CPTu). Die An- und Abfahrtspauschale wird separat berechnet. Bei Projekten mit mehreren Sondierpunkten bieten wir ein gestaffeltes Preismodell. Eine genaue Kalkulation erhalten Sie nach Vorlage der Baupläne und der gewünschten Erkundungstiefe.

Brauche ich für ein Einfamilienhaus in Neubrandenburg eine CPT-Sondierung?

Nicht zwingend, aber sie erspart oft teure Überraschungen. In Neubrandenburg wechselt der Baugrund kleinflächig zwischen tragfähigen Sanden und setzungsempfindlichen Beckenschluffen. Eine einzelne CPT-Sondierung auf dem Baufeld liefert Sicherheit, ob der gewählte Gründungstyp – meist eine elastisch gebettete Bodenplatte – ohne zusätzliche Maßnahmen auskommt. Wir empfehlen mindestens eine Sondierung pro Bauvorhaben, bei größeren Grundstücken zwei bis drei.

Wie unterscheidet sich CPT von einer SPT-Bohrung?

Der CPT misst kontinuierlich den Eindringwiderstand und liefert ein lückenloses Tiefenprofil. Die SPT-Bohrung hingegen entnimmt in diskreten Abständen gestörte Bodenproben und ermittelt Schlagzahlen. Der CPT ist schneller – eine 20-Meter-Sondierung dauert etwa 20 Minuten reine Eindringzeit – und objektiver, da kein Bohrmeister-Einfluss besteht. Dafür gewinnt die SPT-Bohrung Proben für Laborversuche. Beide Verfahren ergänzen sich ideal.

Welche Normen gelten für CPT-Sondierungen in Deutschland?

Die Durchführung ist in der DIN EN ISO 22476-1:2014 geregelt, ergänzt durch die nationale Norm DIN 4094. Diese legen die Geräteanforderungen (Kegelgeometrie, Eindringgeschwindigkeit 2 cm/s, Messgenauigkeit) sowie die Klassifizierung der Sondierung (Kategorie 2 für Standardanwendungen) fest. Unsere Sonden sind nach diesen Vorgaben kalibriert und unterliegen einer regelmäßigen Funktionsprüfung vor jedem Einsatz. Mehr Info.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Neubrandenburg und Umgebung.

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